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"Herr Schröder" beehrt die Green Door

Die Berliner Bar-Legende Hans Schröder, Begründer und ein Viertel Jahrhundert lang die Seele des „Rum Trader“ in der Fasanenstraße, Nachfolger Gregor Scholl und Fritz Müller-Scherz, „Green Door“ (von rechts nach links) begingen bei entspannenden Getränken – Tanqueray Tonic, London Bucks, El Dorado Daiquiri – einen ausgesprochen anregenden Abend.

Zur Geschichte:
Hans Schröder eröffnete den Rum Trader an der Fasanenstraße 40 in Berlin Charlottenburg am 1.5. 1976. Alles begann, als der 14jährige Hans Schröder 1943 in dem berühmten Berliner Hotel Adlon als Page arbeitete.

Er bekam vom damaligen Barchef Herrn Bielemann nach Feierabend regelmäßig ein Soda mit einem Schuss Grenadine vorgesetzt. Das reichte aus, um in dem Jungen den Traum von einer eigenen Bar zu wecken.

Schröder arbeitete nach dem Krieg in so berühmten Hotels wie dem „Meurice“ in Paris und dem „Avenida Palace“ in Madrid. Seinen letzten Schliff bekam er in der legendären Tikibar „Trader Vic's“ in San Francisco - von keinem Geringeren als dem Gründungsvater Victor Bergeron persönlich.

 
Im Trader Vic's sollte Hans Schröder auch Ian Fleming kennen lernen, den Autor der James-Bond-Vorlagen. Dieser widmete ihm für seine vortrefflichen Drinks in seinem Buch "Thrilling Cities" (der Vorlage für den Film Octopussy) eine ganze Passage.
2001 übergab „Herr Schröder“ - Erkennungszeichen blau-weiß gestreifte Hemden, die er sich stets in New York machen ließ - seine Bar am  30.11.2001
an einen würdigen Nachfolger: Gregor Scholl, den ehemaligen Barchef der Bar der Paris Bar.

Die Einrichtung des 28 Quadratmeter (inklusive der Toiletten) kleinen „Instituts“ hat sich in den all den Jahren kaum verändert und sogar einige Erinnerungsstücke aus Hans Schröders Trader Vic´s Zeit sind noch zu entdecken. In dem dunkel gehaltenen Lokal läuft im Hintergrund Tanzmusik aus den 30er und 40er Jahren und man wird umgehend in ein Gespräch mit Herr Scholl und den anwesenden Gästen verwickelt. Obwohl der Rum Trader keine Tikibar im eigentlichen Sinne ist, ist es einer der wenigen Orte in Europa, wo in einer authentischen Atmosphäre, noch so etwas wie „Tikikultur“ zu spüren ist.


 
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