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Ulli Lommel Show live!                                           Zärtlichkeit der Wölfe am 20.6. 2010

Aus seinem Buch „Die Zärtlichkeit der Wölfe“ liest der Regisseur, Schauspieler und Autor Ulli Lommel am Sonntag, den 20. Juni um 21.30 Uhr in der Green Door. Als Vorgruppe: Fritz Müller-Scherz.

       „Es kommt sehr, sehr selten vor, dass ich ein Buch vor die Kamera halte, aber ich hab’ das so gern
       gelesen. Ein fantastisches und aufschlussreiches Abenteuerbuch!“

                                                                            Giovanni di Lorenzo, Herausgeber der ZEIT und TV–Moderator



        Ulli Lommel bei der Berlinale 2009:
       "Für das eigene Seelenheil ist es vollkommen bedeutungslos, ein Star zu sein."

An der Seite von Maria Schell stand Ulli Lommel mit 17 Jahren zum ersten Mal vor einer Kamera - in dem Film "Ich bin auch nur eine Frau". Der Sohn eines berühmten Humoristen („Wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn? Ooch, ist der Rasen schön grün!“) und einer Schauspielerin war in den sechziger Jahren ein Jugendidol und  Kritiker nannten ihn "den deutschen Alain Delon". 1968 entdeckte ihn Rainer Werner Fassbinder für seine Filme. Mit ihm arbeitete Lommel 16-mal zusammen, etwa in "Liebe ist kälter als der Tod" oder "Warnung vor einer heiligen Nutte" „Effi Briest“ oder „Welt am Draht“.

1977 zog Lommel nach New York, wo er für Andy Warhol in dessen "Factory" zwei Filme drehte. Seit 1979 lebt Lommel, 65, in Los Angeles und macht als Produzent und Regisseur B-Pictures Horrorfilme. Nun hat er seine Autobiografie vorgelegt: "Zärtlichkeit der Wölfe".

In dem  spannenden Buch berichtet der Schauspieler und Produzent Ulli Lommel von seiner wilden Karriere vom deutschen Teenie Star der sechziger Jahre zum Regisseur in Hollywood,  seinen berühmten Liebhaberinnen und der Zeit mit Rainer Werner Fassbinder, Andy Warhol, Romy Schneider, Russ Meyer, Ingeborg Bachmann, Truman Capote, Jacky Onassis, Orson Wells, Frank Sinatra oder Bianca Jagger...


Wer da zu diesem Abend am 20. Juni nicht in die Green Door kommt, ist selber schuld.


       Lommel mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Anna Karina im Fassbinder-Film "Chinesisches Roulette".
       Der Schauspieler über Fassbinder:
       "Er hatte diese Attitüde aus Genie, des Teufels General und trinkendem Desperado."



 
R.I.P. Dennis Hopper

            

              Dennis Lee Hopper
              * 17. Mai 1936 in Dodge City, Kansas; † 29. Mai 2010 in Venice, Kalifornien


              „Good bye Dennis!“
              „Don’ t say good bye Fritz – we’ re friends.“
              Paris 1983



 
FotoArt aus Hollywood: Ulli Lommel goes Green Door

Der Filmregisseur, Schauspieler, Produzent, Buchautor und Entertainer Ulli Lommel zeigt seine FotoArt ab Dienstag den 11. Mai in der Green Door.



Bei der Kino Uraufführung von Fassbinders „Welt am Draht“ in Berlin trafen sich die engen Freunde von damals, der Co-Autor des Films, Fritz Müller-Scherz und einer der Darsteller, Ulli Lommel nach 35 Jahren in Berlin wieder. Die Freude über die sofort wieder empfundene Nähe war für beide groß. Lommel war 1977 nach New York zu Andy Warhol gegangen und später in Hollywood gelandet.

Mit Andy Warhol machte Lommel zwei Filme - "Blank Generation" und "Cocaine Cowboys". Seit den 80er Jahren lebt der jetzt 65-jährige Lommel in Hollywood und hat dort über 40 Filme gedreht. Sein Horrorschocker "The Boogeyman" war für Wochen der Nummer 1 Hit in den USA.

Sein filmisches Werk ist vielfältig: Autorenkino, B-Movies, Horror,  Serienmörder-Action und experimentelle Avantgarde. Und auch Begegnungen mit anderen Künstlern während seiner Karriere waren nicht unbedingt langweilig: Jackie Onassis, Orson Welles, William Burroughs, Romy Schneider, Frank Sinatra, Ingeborg Bachmann, Truman Capote oder Billy Wilder. Ulli Lommel - ein begnadeter Equilibrist seines Lebens.   





Jetzt erschienen im Belleville Verlag Lommels Memoiren:
Zärtlichkeit der Wölfe - Begegnungen
In dem rasanten Buch erzählt Ulli Lommel amüsant seine wilde Karriere vom deutschen Teeniestar der sechziger Jahre zum B-Movie-Regisseur in Hollywood, von berühmten Liebhaberinnen und der Zeit mit Rainer Werner Fassbinder und Andy Warhol. 

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Und jetzt aktuell in Berlin: Lommel im Babylon Kino mit Filmen und einer Live Show mit Stories, Musik, Videos und Songs.

Ab 12. Mai Mittwoch bis inklusive Samstag:
18 Uhr  Blank Generation (Regie Lommel und Warhol als Darsteller)
20 Uhr 70s Live Pop Show
22 Uhr Cocaine Cowboys (Regie Lommel und Warhol als Darsteller)

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Dazu täglich die Show seiner FotoArt in der Green Door ab dem 11.Mai, jeweils 18.00. 
Am Dienstag, dem Eröffnungstag, wird der Regisseur, Schauspieler und Künstler Ulli Lommel anwesend sein.







 
Eine Feier, die es in sich hatte

Die Green Door wurde 15

Internationale Gäste, Champagner, eine Versöhnung, neue Liebe, die alte Liebe Thomas Kapielski, Lachen bis die Tränen kamen, Hühnersuppe, ein gerührter Barbesitzer und ein starker Bullshot.
In unserer Bildergalerie eine kleine Auswahl von Momentaufnahmen der Party.


 
 
Wird die Green Door etwa erwachsen?
 

       Ein 3-Tage-Festival in der Green Door. 



Das große Geburtstagsgeschenk:

Kapielski Live in der Green Door


       Liebt zum Lesen auch den Ort hinter dem Tresen: Kapielski in der Green Door



Am 13. April, dem gleichen Datum an dem die Green Door 1995 eröffnet wurde, liest Thomas Kapielski 2010 hinter dem Tresen unserer Bar.
Beginn: Pünktlich um 21.30 Uhr.

Thomas Kapielski studierte Geografie, Philologie und Philosophie. Er ist Autor, Künstler, Musiker, Fotograf, Vortragsreisender, Geograph und Dozent für Bildende Kunst. Er veröffentlichte Werke wie 'Nach Einbruch der Nüchternheit' und 'Sozialmanierismus'. Er hält Diavorträge, Lesungen und Vorlesungen. Auch erschafft er Ausstellungen.
Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse wurde Thomas Kapielski der Preis der Literaturhäuser (elf an der Zahl) übergeben.


Mit Verve hat Thomas Kapielski schon mehre Male aus seinen Werken gelesen, zuletzt an zwei Abenden hintereinander ein "Best of".  Die Gäste, die Kapielski willig in unerwartete Welten folgten, erlebten scheinbaren Irrsinn und wärmendes Glück.

„Gezielte Richtungslosigkeit“: Kapielski - „Lesen und Sinnen, mehr will ich ja gar nicht“ – brachte im vergangenen Jahr mehrere Bücher heraus, darunter

Mischwald, Großer Prosaband, 2009, Edition Suhrkamp 2597

Das Buch gehört auf jeden Geburtstagstisch so wie hier links im Bild.
Zu bestellen beispielsweise auch bei Amazon.









Zitate aus Rezensionen:

Die geniale Leichtigkeit und gezielte Richtungslosigkeit von Thomas Kapielskis Prosa ist natürlich Produkt sorgfältigster Tarierungsarbeit, die Hingeworfenheit nimmt man seinen Schriften nicht ab (obwohl man ihnen keinerlei Mühsal abliest), genauso wenig wie deren Autor die ständige (Bier-)Sauferei, mit der er kokketiert. (Frankfurter Rundschau)

Ein universeller, philosophischer Geist, ein Schelm mit barockem Witz und Scharfsinn, der lakonisch die unauffällige Verrücktheit des Alltagslebens festhält und sich um Gattungsgrenzen nicht schert. (Jury des Sprengel-Preis für Bildende Kunst)

Der Autor der Bände 'Gottesbeweise' und 'Der Einzige und sein Offenbarungseid' (...) zeigt sich hier in seiner bislang besten Rolle als empfindsame Berliner Dickhaut und wertekonservativer Vorstadtanarchist, den „nüscht“ aus der Fassung und der Kneipe bringen kann - es sei denn die eigene redselige und abgrundtiefe Melancholie. (Die Zeit)



        Kunstfoto von Thomas Kapielski, Titel „Dienstlich“ von 1994



Auch zum Jubiläum:

Baarkeepers' choice neu

Schon am 12. April wird es die 2. Ausgabe der selected cocktails geben. Torsten, Priri, Sebastian und Herr Zechlin bieten eine ganze Extra-Seite moderner und  auch historisch beeinflusster Edeldrinks an.
Hier verraten wir schon mal einen:

Whiskey Daisy nach Harry Johnson
     6 cl            Rye-Whisky
     1,5 cl         Chartreuse jaune
     3 cl            Zitronensaft
     1 cl            Limettensaft
     1 kl. TL      Puderzucker
     2 cl            Zuckersirup
     max. 2 cl   Soda

 

Am besonderen Tag der besondere Film:

"Behind The Green Door" mir Marilyn Chambers

„It is sex as a ritual, sex as fantasy, sex as it could be only in the movies“, schrieb Arthur Knight im „Saturday Review“.

Am 12.4. läuft der legendäre Pornofilm aus dem Jahr 1972 bei uns als Schleife im Hintergrund, ohne Ton, aber in tollen Bildern: „Behind the Green Door“ mit Marilyn Chambers als Hauptdarstellerin.

Neben ihrer Karriere als Pornodarstellerin spielte Chambers 1977 in David Cronenbergs "Rabid - Der brüllende Tod" mit. Am Anfang ihrer Karriere wurde sie zunächst durch Seifenwerbung zum Starlet. Außerdem spielte sie in „Die Eule und das Kätzchen“ neben Barbra Streisand .

Sie war auch politisch aktiv, engagierte sich für die linke „Personal Choice“-Partei“.
Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2004 trat Marilyn Chambers als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten für die „Personal Choice Party“ an. Sie war Mitglied der AVN Hall of Fame. Zusammen mit Deep Throat begründete der Film „Behind The Green Door“ auch den so genannten Porno-Chic-Boom der 1970er-Jahre, als Pornofilme plötzlich in normalen Kinos gezeigt und von einem relativ breiten Publikum gesehen wurden.

Im vergangenen Jahr verstarb mit ihr eine der Ikonen des Sex-Films. Sie wurde 57 Jahre alt. 

 

Und Carola kocht für uns

Sie bereitet leichte und gesunde Snacks für den 13.4. (auch für Vegetarier ist was dabei) und ihre berühmte Hühnersuppe für den Katerabend am 14.4.

Carola Beyer, begnadete Köchin aus Leidenschaft. Mittwochs und samstags steht sie mit ihrem Imbisswagen genau in der Mitte des Winterfeldtmarktes. Neben der Currywurst aus Neulandfleisch kocht sie jeweils ein frisches Stammessen. Hingehen – es lohnt sich.



 






 
Fassbinder & Müller-Scherz                                          Zukunftsthriller endlich auf DVD

Der Green Door Chef Fritz Müller-Scherz schrieb gemeinsam mit Rainer Werner Fassbinder 1972 das Drehbuch zu dem Science-Fiction-Film WELT AM DRAHT.





Im April 2010 schreibt die New York Times über „Welt am Draht“:
A Bold Vision, Still Ahead of Its Time


Ein ausführlich- und kenntnisreicher Artikel des international bekannten New Yorker Filmkritikers Dennis Lim, mit Kommentaren von Kameramann Michael Ballhaus, Co-Autor Fritz Müller-Scherz und Schauspieler Ulli Lommel,  erschien in der jetzigen Wochenendausgabe der „New York Times“ und der „International Herald Tribune“.

Dennis Lim schreibt:
„I is perhaps inevitable that we are still catching up with Rainer Werner Fassbinder, who worked practically at the speed of thought and who died of a drug overdose in 1982 at 37, leaving behind more than 40 films. “World on a Wire,” an obscure two-part television movie he made in 1973, is a textbook example of a film that was ahead of its time. Head-trip cinema about virtual-reality immersions, it’s an analog-age “Avatar,” a movie that anticipates “Blade Runner” in its meditation on artificial and human intelligence and “The Matrix” in its conception of reality as a computer-generated illusion. (...) „

“We knew almost nothing about computers,” said Fritz Muller-Scherz, who wrote “World on a Wire” with Fassbinder. “But Rainer and I were fascinated by the question, If there are other artificial worlds, how can a real world even exist?”

Den ganzen Artikel gibt hier zu lesen.


welt am draht

       Rainer Werner Fassbinder und Fritz Müller-Scherz


„Eine faszinierende Mischung aus Krimi, Abenteuerfilm und Zukunftsvision, die die komplexen Erzähl- und Wirklichkeitsebenen mit verblüffender Geradlinigkeit zu vermitteln versteht. Fassbinder bedient sich ‚klassischer‘ Genremotive, um effektvoll über Fragen der Korruption und Manipulation, aber auch über mögliche Formen des Widerstands zu reflektieren.“  (Lexikon des internationalen Films)


Über 30 Jahre war WELT AM DRAHT nicht mehr zu sehen , nun strahlt Fassbinders geniale Zukunftsvision in neuem Glanz. Mit der Initiative der Fassbinder Foundation und unter der künstlerischen Leitung von Kameramann Michael Ballhaus wurde der Zweiteiler aus dem Jahre 1973 digital überarbeitet und feiert auf der diesjährigen Berlinale Weltpremiere in der neuen restaurierten Fassung: Am 14. Februar um 20.00 Uhr im Kino International und am 15. Februar um 16.15 als Wiederholung in der Urania.


Die Story

welt am draht



Angeblich zu Forschungszwecken wird von einem privaten Unternehmen eine computeranimierte Welt eingerichtet, in der sich wirtschaftliche und soziale Entwicklungen simulieren lassen, um Prognosen und damit Handlungsentscheidungen treffen zu können. Nach dem mysteriösen Tod des Sicherheitschefs am Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung, rückt Fred Stiller (großartig gespielt von Klaus Löwitsch) auf dessen Posten. Bald hat er den Verdacht, dass der Tod seines Vorgängers kein Zufall war: Er ahnt, dass die Realität, in der er lebt, womöglich auch nur eine Simulation und er selbst eine Projektion ist...
In weiteren Rollen Karl-Heinz Vosgerau, Mascha Rabben, Adrian Hoven, Ivan Desny, Günter Lamprecht, Barbara Valentin, Kurt Raab, Ulli Lommel, Gottfried John u.v.a.


Welt am Draht als DVD

Nur wenige Tage nach der Weltpremiere der restaurierten Fassung auf der Berlinale veröffentlicht Arthaus am 18. Februar die Fassung von WELT AM DRAHT - NEW MASTER in einer hochwertigen DVD-Edition mit perfektem Bild und Ton. Die umfangreiche ARTHAUS-PREMIUM-Ausgabe enthält spannendes Bonusmaterial, darunter Juliane Lorenz‘ "Making of „Fassbinders ‚Welt am Draht’: Blick voraus ins Heute“, in dem neben Kameramann Michael Ballhaus auch Fritz Müller-Scherz über seine mehrjährige Arbeit mit Fassbinder berichtet.  Lorenz, Präsidentin der Fassbinder Foundation und Produzentin der restaurierten Fassung, hat diesen spannenden Prozess in ihrem Making-of filmisch begleitet und mit Mitwirkenden von damals und heute gesprochen.
Die DVD ist beispielsweise bei Amazon zu bestellen.


welt am draht




Das Drehbuch als Buch zum Kultfilm

Das von Fassbinder gemeinsam mit Fritz Müller-Scherz nach der Vorlage des Romans von Daniel F. Galouye erarbeitete Drehbuch von Welt am Draht erscheint erstmals als Buch im Verlag Matthes & Seitz. Der legendäre Science Fiction-Film ging als »Pre-Matrix« in die Filmgeschichte ein: Mit einem Computer werden Projektionen von Menschen geschaffen. Da entstehen natürlich Zweifel, inwieweit man selber nur eine Projektion ist. Vielleicht hat eine andere, größere Welt uns alle als ein Denkmodell geschaffen?

Welt am Draht
Verlag Matthes & Seitz
224 Seiten, Klappenbroschur, Klappencomic
 ISBN 978-3-88221-691-2
€ 16,80
Zu bestellen beispielsweise auch bei Amazon.


Trailer

Auf YouTube gibt es den Trailer zum Film.


welt am draht

       Fritz Müller-Scherz, Rainer Werner Fassbinder und Michael Ballhaus




 
Beyond The Pale

Die Autorin vom Blog "Beyond The Pale", Design und Mode sind Schwerpunkte, hat die Green Door beehrt. Ihr Bericht, stilistisch prägnant und mit leichter Ironie gebrochen, hat uns natürlich gefreut.
„Miss Nightingale“, so ihr nom de guerre, ist Parfum-Macherin in UK und für Freunde unserer Einrichtung hat sie sogar 
Gegenstände im Internet gefunden, die zur Green Door passen. Respekt und Dank.

(Die Bar im kleinen Koffer ist natürlich schon verkauft. Klicken Sie die anderen Pretiosen an - vielleicht haben Sie Glück...)

 
Mister Dynamit - Teil 6
Die geballte Ladung heißt Dennis Hopper. Sein liebstes Spiel: In die Luft fliegen.
Portrait des amerikanischen Regisseurs und Schauspielers von Fritz Müller-Scherz, Teil 6

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5


Zu Fuß gehen wir die paar hundert Meter zu der Diskothek.
Innen viel Metall, Designer-Kühle, sehr voll, Ska-Musik.

Dennis geht herum. Irgendwann sehe ich ihn, wie er, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, am Rand der Aluminium-Tanzfläche auf dem Boden kauert und unter der brieten Hutkrempe hervor auf die Tanzenden schaut.
Plötzlich sieht er erschöpft, verschlossen und einsam aus, wie er da zusammengesunken hockt.

Dennis ist ununterbrochen mit sich selbst beschäftigt: mit darstellen, spielen, verstellen und mit überwinden von Katastrophen unterschiedlicher Größenordnungen. Und wenn keine Krisen da sind, dann provoziert und inszeniert er sie, um kämpfen und die Krisen überwinden zu können. So spürt er sich am intensivsten, und das braucht er. Ich verstehe das gut, weiß aber nicht, wie er das aushält, körperlich und psychisch.

Rücksicht auf seine Umgebung nimmt er dabei nicht immer. Und da die wenigsten diesen Druck und dies Intensität längere Zeit ertragen können, schlägt bei vielen, die mit Hopper zu tun haben, anfängliche Faszination und Zuneigung in Ablehnung und Angst um. Das macht ihn einsam und verletzt ihn. Er weiß das auch, aber ändern wird sich Dennis nicht. Und das macht ihn aus.
Die Nacht endet um fünf Uhr früh in Dennis’ Appartement: Betrunken aber begeistert denken wir uns zwei Filmgeschichten aus und trinken dabei die Mini-Bar ziemlich leer, währen Christina immer wieder Joints dreht. Das letzte, was ich weiß, ist, dass Dennis mit einem nachdenklichen Blick auf die leeren Fächer der Mini-Bar sagt:“ Man soll alles machen, aber nie an eine Mini-Bar gehen. Das ist treurer als Kokain!“

Der nächste Tag ist drehfrei. Am frühen Nachmittag versuche ich vergeblich, Dennis in seinem Zimmer zu erreichen. Ich finde ihn im Hotel-Restaurant „Zum Hugenotten“. Da sitzt er an einem Tisch, der auf einm erhöhten Podest steht. Dennis sitzt wie auf einer Bühne und schreit mit rotem Kopf auf Christina ein. Sonst ist niemand da, das Restaurant ist nach dem Mittagsgeschäft eigentlich schon geschlossen.

Ruhig bittet mit Dennis, mich zu setzen, und dann brüllt er weiter. Sovie ich verstehe, handelt es sich um einen Eifersuchtsanfall: Er beschuldigt sie, am Vormittag irgendwelche Männer getroffen zu haben. Christina verdreht mir gegenüber die Augen, sagt dann zu Dennis: „No Baby, ich war Einkaufen, du hast Paranoia!“
Dennis: „Quatsch! Weißt du, was Freud gesagt hat? 98 Prozent aller Paranoiker habe auch tatsächlich einen Grund, paranoid zu sein! Also bin ich nicht krank!“ In der Weinflasche im Eiskübel ist nichts mehr drin, Kellner gibt es auch nicht mehr, also gehen wir, zumal wir einen Termin mit einer Hamburger Fotografin verabredet hatten.

20 Meter weiter, an der leeren Bar der Brasserie, bleibt Dennis allerdings schon hängen: Er benötige jetzt sofort ein frisches Bier. Dann bestellt er drei doppelte Tequilas mit Zitrone und Salz. Und so bleibt es dann: Wir sitzen, reden, trinken. Die Fotografin kommt und muss auch einen Tequila nehmen. Christina sagt mir leise, dass Dennis kaum geschlafen und um neun Uhr morgens das Trinken wieder angefangen habe: „Er darf nicht weiter trinken, sonst dreht er durch!“ Dennis trinkt weiter.

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Ab jetzt eine wechselnde Spezialkarte als Einleger

Barkeepers’ choice


Creationen und Wiederentdeckungen unserer Keeper, zum Beispiel:

AMBRE DAIQUIRI
ein original Green Door Rezept

RITZ
nach dem wiederentdeckten  Rezept von 1898, von der Green Door leicht ergänzt

HOT LOUISIANA FLIP
eine heiße "Green Door"-Variation nach dem Rezept von Alfred Doebeli, dem legendären Barchef des Hotel „Palace“ in  St. Moritz          

Und Einiges mehr.



Als Weihnachtsgeschenk und nur für begrenzte Zeit bieten wir Ihnen den Cristal Champagner, das Spitzenprodukt des Hauses Louis Roederer, per Glas an. Der exklusive Lieblings-Champagner des Zaren Alexander II, ausgeschenkt aus der durchsichtigen Kristallflasche mit flachem Boden.

Ein Glas Roederer Cristal                                                         28 €



       Roederer Cristal auf Rüttelpult


Wie Roederer Attentate auf den Zaren vereitelte

Hier die Story: Das Champagnerhaus Louis Roederer konzentrierte Mitte des 19 Jahrhunderts seine Bemühungen vor allem auf den russischen Markt. Schnell entdeckte der Zar Alexander II.  den Champagner von Roederer für sich und bat Louis Roederer, für ihn jedes Jahr die beste Cuvée zu reservieren. Es wurde vereinbart, dass der Kellermeister des Zarenhofes regelmäßig einmal im Jahr Reims besucht, um die Cuvée für den Zaren zu verkosten und zu genehmigen. So ist die Cuvée Cristal entstanden, die erste Cuvée de Prestige des Champagner.

Roederer beauftragte daraufhin einen flämischen Glasbläsermeister, für seine kaiserliche Hoheit eine außergewöhnliche Flasche aus Kristall –Glas zu entwerfen. Diese Flasche war so stabil, dass sie einen ebenen Boden haben konnte.*

In der Zeit der zunehmenden politischen Unruhen und der beginnenden Attentate auf Mitglieder der Zarenfamilie und des Adels wurde der Champagner in den neuen Kristall-Flaschen von Louis Roederer im Jahr 1876 vom Zarenhof begeistert angenommen. Aus gutem Grund: Die kristallklare Flasche ermöglichte es, auch feine Rückstände, etwa von Giften, erkennbar zu machen und der glatte Boden konnte nicht – wie am Zarenhof damals befürchtet - womöglich zum Verbergen eines Sprengsatzes dienen, wie es alle anderen gebräuchlichen Flaschen mit den Einbuchtungen ermöglicht hätten.

Tatsächlich starb Alexander II. am 13. März 1881 bei einem Bombenattentat auf seine Kutsche auf dem Weg zum Winterpalais.

Wir haben da keine Angst, dennoch bietet die Green Door den Cristal Champagner auch heute in durchsichtigen Kristallflaschen und ohne Einbuchtung an.


* Eine konventionelle Champagner-Flasche hat die Boden-Einbuchtung, die die Aufgabe hat, der Flasche die Stärke zu geben, die zum Stapeln sur pointes (auf den Spitzen) notwendig ist.

 

 
Goethe Behind The Green Door

Dr. Hans Laufenberg gab in der Green Door eine Lecture über Johann Wolfgang v. Goethes geheimnisvolles MÄRCHEN.

Eine bebilderte Auslegung.
Ein intellektuelles Versteckspiel.
Eine kriminalistische Spurensuche.

(Fotos: Dr. Olsson, F. M.-S.)


       Lebhaft und eindringlich erklärt Dr. Laufenberg einer faszinierten Menge seine ganz persönliche Auslegung von Goethes MÄRCHEN.



       Inmitten seiner begeisterten Zuhörer und Mitdenker:                              Nahm am Goethe Abend auch erfolgreich teil:
       Dr. Hans Laufenberg (Man beachte den ginhaltigen                               Roederer Champagner.
       Nachschub, der ihm von rechts gereicht wird.


Die für einen geisteswissenschaftlichen Vortrag eher ungewöhnliche Umgebung unserer Cocktailbar erwies sich als äußerst kompatibel: Geist zu geistigen Getränken und – daraus resultierend – angeregtes Diskutieren. Nach dem Erfolg des Goethe-Laufenberg-Abends haben wir beschlossen:
Weitere „lectures“ zu ungewöhnlichen Themen und Aspekten sollen folgen.



       Der vom Hund und Kopf verdeckte Goethe-Text ist zu ergänzen mit:
       “... dass mein Denken sich von den Gegenständen nicht sondere, dass mein Anschauen selbst ein Denken,
       mein Denken ein Anschauen sei.“




       Selbst entrollte Ansichten des alten Roms untermauerten die strukturellen Thesen Dr. Laufenbergs über Goethes Märchen.



Dr. phil Hans Laufenberg
Nach vier Jahren Seefahrt und einem Studium zum Maschinenbau studierte er Psychologie, Politische Ökonomie und Philosophie an der FU Berlin. Die Lieblingsthemen: Antike, Goethe und Marx.
Nach mehrjähriger Tätigkeit als Hochschuldozent folgte ein Ausflug in die kafkaeske Welt des Öffentlichen Dienstes, die durch die selbständige Tätigkeit als Coach, Trainer und Berater ersetzt wurde. Auch Sonderprojekte wie die Realisation der Stadtschloss-Attrappe gehören in diese Zeit.



 
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